Vorstellungsgespräch als Softwareentwickler in der Schweiz

In einer Minute
Bei Schweizer Tech-Arbeitgebern hat das Verfahren meist vier bis sechs Schritte: die Bewerbung, ein erstes Telefonat oder einen Kultur-Check, einen technischen Test oder ein Fachinterview, eine Runde mit dem Team oder mit Führungskräften und bei manchen Stellen eine Referenz- oder Hintergrundprüfung vor dem Angebot. Der Coding-Teil ist meist eine kurze Online-Challenge oder ein langes Fachgespräch, kein Projekt, das tagelang dauert. Wann du anfangen kannst, entscheidet danach deine Kündigungsfrist.
So beschreiben es die Firmen selbst. Vieles, was du zu dieser Frage findest, stammt aus anonymen Erfahrungsberichten von ein oder zwei Kandidaten. Wir haben stattdessen die Bewerbungsseiten von neun Arbeitgebern gelesen, die in der Schweiz Entwickler einstellen: Swisscom, SBB, PostFinance, Raiffeisen, UBS, Galaxus, Zühlke, Adnovum und Nexthink. Dazu kommen die Regeln des Bundes, die das Ende des Verfahrens prägen, also Referenzen, Hintergrundprüfungen und Kündigung. Im Folgenden liest du, wie jeder Schritt aussieht, wie viele Stunden er dich kostet und wo dir das Gesetz ein Mitspracherecht gibt.
Was die veröffentlichten Abläufe gemeinsam haben
Die meisten Firmen nennen vier bis sechs Schritte, und die Abläufe ähneln sich mehr, als sie sich unterscheiden. Am Anfang steht die Bewerbung, dann folgen ein erstes Gespräch, ein Test oder ein Fachinterview, eine weitere Runde mit dem Team oder mit Führungskräften und schliesslich das Angebot. Was in ihren technischen Runden genau passiert, veröffentlichen Schweizer Arbeitgeber selten. Reihenfolge und Dauer aber legen mehrere offen.

Tests kommen eher früh, bevor du jemanden triffst: Swisscom, UBS und die SBB setzen eine Online-Challenge oder ein Assessment an den Anfang. Bei den Beratungsfirmen fällt das technische Urteil dagegen im Gespräch. Zühlke und Adnovum beschreiben je ein eigenes Fachinterview. Die Abklärungen kommen am Schluss. Zühlke nennt eine Referenzprüfung zusammen mit Angebot und Vertrag, und Raiffeisen kann je nach Stelle Referenzen prüfen oder eine Hintergrundprüfung machen.
Das Verfahren ist ausserdem kürzer als sein Ruf. Laut der Seite von Adnovum für die Schweiz dauert es normalerweise zwei bis drei Wochen: ein telefonischer Check-in, ein Gespräch zur kulturellen und persönlichen Eignung und ein technisches Gespräch zu deinen Fähigkeiten und deiner Seniorität, wobei sich die Reihenfolge je nach Stelle ändern kann. Eine Firma, die mit einem einzigen Fachgespräch auskommt, kann schnell sein. Eine, die noch einen Assessment-Tag anhängt, braucht länger. Miss die Dauer deshalb ab der ersten Antwort.
Wie lange dauert es bis zur Rückmeldung?
Zwei bis drei Wochen, sofern sich eine Firma überhaupt auf eine Zahl festlegt. Auf der Bewerbungsseite von Swisscom steht, dass du innerhalb von 15 Arbeitstagen eine Antwort bekommst. Bei der SBB bekommst du spätestens zwei Wochen nach der Bewerbung eine Rückmeldung, oder eine Woche nach Ende der Bewerbungsfrist. PostFinance prüft deine Unterlagen zusammen mit deiner künftigen Führungsperson und informiert dich innerhalb von maximal zwei bis drei Wochen über die nächsten Schritte.
Bleibt es länger still, solltest du reagieren. Bei Swisscom und bei der SBB kannst du den Stand deiner Bewerbung in deinem Kandidatenprofil verfolgen, also schau zuerst dort nach, bevor du nachhakst. Hat sich der Status nach der versprochenen Frist immer noch nicht bewegt, ist eine kurze E-Mail an den Recruiter ein ganz normaler Schritt.
Ein paar Details in dieser Phase ersparen dir später Ärger. Galaxus sagt auf seiner Karriereseite innerhalb der Migros-Gruppe, dass Bewerbungen per E-Mail nicht berücksichtigt werden, und ein Bewerbungsschreiben ist kein Muss. PostFinance und Raiffeisen wollen deine Arbeitszeugnisse zusammen mit dem CV, und damit sind wir bei einer Schweizer Gewohnheit, die viele Zugezogene überrascht.
Deine Arbeitszeugnisse gehören zum CV
In der Schweiz gehört zu einer normalen Bewerbung ein Arbeitszeugnis von jedem früheren Arbeitgeber. Raiffeisen will ein einziges PDF mit Lebenslauf, Zeugnissen und Arbeitsreferenzen und sagt, dass es kein Motivationsschreiben braucht. Kommst du aus einem Land ohne diese Tradition, schick, was du hast: ein Empfehlungsschreiben oder eine Bestätigung deiner Funktion und deiner Anstellungsdauer. Die Regeln für das Schweizer Zeugnis folgen weiter unten, beim Thema Referenzen.
Im ersten Gespräch geht es darum, ob ihr zusammenpasst
Rechne damit, dass du im ersten Gespräch mit einem Recruiter oder einer Führungskraft sprichst, die wissen will, warum du die Stelle möchtest. Eine Coding-Frage kommt da noch nicht. Auf der Schweizer Karriereseite von Zühlke beginnt der Ablauf mit einem optionalen Telefongespräch von 30 bis 60 Minuten, gefolgt von einem ersten Interview von rund anderthalb Stunden, in dem es um die kulturelle Passung geht. Adnovum beginnt mit einem Anruf, um offene Fragen zu klären, und führt danach ein Gespräch zur kulturellen und persönlichen Eignung. Das erste Gespräch bei Raiffeisen kann online oder vor Ort stattfinden. Im zweiten geht es um die Passung im Team und um das Praktische: Konditionen, Arbeitsort und dein Pensum.
Manche Arbeitgeber prüfen die Passung mit einem Tool, bevor dich überhaupt ein Mensch sieht. Galaxus beginnt mit einem Cultural Assessment, das rund 30 Minuten dauert und sich von überall aus machen lässt. Die UBS nennt auf ihrer Seite zum Einstellungsprozess (auf Englisch) ein Culture Match Assessment mit hypothetischen Arbeitssituationen sowie Tests zum Umgang mit Zahlen, Sprache und Logik. Bei den meisten Stellen der UBS kann zudem ein aufgezeichnetes Videointerview dazukommen: Du bekommst die Fragen und nimmst deine Antworten auf, wann es dir passt.
Das ungewöhnlichste Format hat Swisscom. Neben Telefon-, Video- und Face-to-Face-Interviews laden die agilen Teams manchmal zum «Speed Dating» ein, einem Gespräch gemeinsam mit anderen Kandidatinnen und Kandidaten. Wirst du dazu eingeladen, bereite dich vor wie auf ein Teaminterview, nur dass andere Bewerbende mit am Tisch sitzen.
Auch die Sprache spielt hier eine Rolle. Nexthink (auf Englisch), das Lausanne zu seinen wichtigsten Entwicklungsstandorten zählt, ermuntert dich, Lebenslauf und Bewerbung auf Englisch zu schicken. Das Verfahren kann mit einem Anruf beginnen, mit einem Videocall über Microsoft Teams weitergehen und mit einem persönlichen Treffen enden, wo Nexthink einen Standort hat. Ist die Passung geklärt, entscheidet die technische Runde über die meisten Angebote.
Take-home-Aufgabe oder Live-Coding?
Schweizer Arbeitgeber setzen eher auf kurze Online-Challenges und lange Fachgespräche. Keine der neun Seiten, die wir gelesen haben, beschreibt ein Take-home-Projekt, das über mehrere Tage läuft. Diese Formate nennen die Firmen:
- Swisscom: Du kannst dich mit dem CV bewerben oder dich über die Tech Challenge beweisen, einen Test deiner IT-Skills, für den die Seite 20 bis 90 Minuten angibt. Welche Wege dir offenstehen, hängt von der Stelle ab.
- UBS: Bei Technologiestellen kann eine Coding-Challenge dazukommen, die du in einer gewohnten Entwicklungsumgebung mit Rückmeldung in Echtzeit löst.
- SBB: Fachleute machen ein Onlineassessment oder einen Sprachtest mit ausführlichem Feedback, danach folgen ein Live-Videointerview und ein Treffen vor Ort.
- Zühlke: eine fachliche Einschätzung von zwei bis drei Stunden, der längste technische Schritt, für den eine dieser Firmen eine Zahl nennt.
- Galaxus: ein oder zwei Interviews von je rund ein bis zwei Stunden mit Führungskräften und künftigen Teamkolleginnen und -kollegen.
Wozu die lange Sitzung dient, erklären Recruiter von Zühlke selbst. In einem Artikel über Interviews bei Zühlke (auf Englisch) beantworten zwei Recruiter aus Singapur und Belgrad Fragen, und einer sagt: «We don't just set a code test; it's not just about sitting you down to program.» Es gehe also nicht nur darum, dich zum Programmieren hinzusetzen. Derselbe Recruiter ergänzt, die Interviews seien sehr interaktiv und die volle Punktzahl sei nicht das, worauf es ankomme. Rechne mit einem Gespräch darüber, wie du denkst und arbeitest, mit etwas Code zwischendurch.

Zählt man diese Angaben zusammen, ist der Aufwand kleiner, als viele Entwickler befürchten. Ein vollständiges Verfahren bei Zühlke beansprucht unterhalb der Principal-Stufe rund 3,5 bis 5,5 Stunden deiner Zeit, bei Galaxus zwischen 1,5 und 4,5 Stunden, ohne Anreise. Zwei oder drei Verfahren parallel zu führen, während du noch angestellt bist, ist also realistisch, solange du die langen Runden gut planst.
Schnuppertage und unbezahlte Arbeit
Ein Schnuppertag ist etwas anderes als ein Test, und das Gesetz behandelt ihn auch so. Swisscom bietet einen Experience Day an, an dem du einen halben oder ganzen Tag lang vor Ort jemanden aus dem Team begleitest. Begleiten heisst zuschauen. Echte Arbeit ist etwas anderes.
Das Arbeitsgericht Zürich hat die Regel in einem Urteil von 2019 (AH190018-L) festgehalten. Ein Probeeinsatz ist «zulässig und in der Regel unentgeltlich», aber nur, wenn beide Seiten vor dem Einsatz vereinbart haben, dass er unbezahlt ist. Fehlt diese Abmachung, geht das Gericht von bezahlter Arbeit aus und nimmt ein Arbeitsverhältnis an, mit Lohn zum vereinbarten oder üblichen Ansatz. Verlangt eine Firma also, dass du etwas Echtes für sie baust, frag vorher schriftlich, ob das bezahlt ist. Eine klare Antwort schützt euch beide.
Für Senior-Stellen kommt ein Panel dazu
Je höher die Stelle, desto mehr Leute triffst du und desto länger dauert die letzte Runde. Zühlke hängt nur für Principal-Stellen ein zweistündiges Panel-Assessment an. Swisscom lädt Kandidatinnen und Kandidaten für bestimmte Stellen zu einem Assessment ein, meist eher gegen Ende des Verfahrens, und das dauert zwischen wenigen Stunden und einem ganzen Tag. Bei der SBB durchlaufen Kandidierende für Führungsstellen ein Assessmentcenter mit Übungen und Arbeitssimulationen. Bei der UBS besteht die letzte Phase aus einer Reihe von Interviews mit oberen Führungskräften.
Auf keiner dieser Seiten fällt der Begriff «System Design». Das schliesst das Thema nicht aus, aber keine der Firmen verpflichtet sich schriftlich zu einer Design-Runde am Whiteboard. Frag beim ersten Telefonat, worum es in der Senior-Runde geht, wer im Panel sitzt und ob du etwas vorbereiten sollst. An der Antwort merkst du, ob du verteilte Systeme auffrischen solltest oder lieber überlegst, wie du ein Team durch eine Migration führen würdest.
Sagt das Panel Ja, beginnen die letzten Abklärungen.
Referenzen, Zeugnisse und Hintergrundprüfungen
Vor einem Angebot prüfen viele Schweizer Arbeitgeber deine Vergangenheit. Zühlke nennt als letzten Schritt Referenzen zusammen mit Angebot und Vertrag. Raiffeisen schreibt, dass sie je nach Stelle und Stufe Referenzen einholen, eine Hintergrundprüfung machen oder dich in ein Assessmentcenter einladen kann. Bei diesem Schritt hast du mehr in der Hand, als du vielleicht denkst.
Kein Anruf ohne deine Einwilligung
Eine Firma darf deinen aktuellen oder früheren Chef nicht einfach so anrufen. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hält fest, dass ein Arbeitgeber deine Einwilligung braucht, bevor er bei Dritten wie aktuellen oder früheren Arbeitgebern Auskünfte über dich einholt. Diese dürfen nur weitergeben, was für die neue Stelle relevant ist, vor allem deine Leistung und dein Verhalten. Sie dürfen dem Anrufer weder dein Personaldossier öffnen noch die Bedingungen deines Vertrags verraten, weil das deine Verhandlungsposition schwächen könnte.
Dieselbe Seite begrenzt auch, was man dich im Gespräch fragen darf. Fragen zu Ausbildung, Laufbahn und Plänen sind in Ordnung. Fragen zu Einkommen, Schulden, Krankheiten oder Schwangerschaft sind nur erlaubt, wenn die Stelle einen besonderen Grund dafür liefert.
Will ein Recruiter früh Referenzen, kannst du Namen nennen und deinen aktuellen Arbeitgeber trotzdem heraushalten, bis du unterschrieben hast. Eine kurze Antwort genügt:
Gerne nenne ich zwei Referenzen aus meiner früheren Stelle: [Name, Funktion, E-Mail] und [Name, Funktion, E-Mail]. Meinen aktuellen Arbeitgeber bitte erst kontaktieren, wenn wir uns über ein Angebot einig sind. Ein Zwischenzeugnis von dort vom [Monat Jahr] liegt bei.
Ein Zwischenzeugnis kannst du jederzeit verlangen
Den letzten Satz kannst du schreiben, weil du ein Recht hast, das die meisten Zugezogenen nicht kennen. Nach Artikel 330a des Obligationenrechts (OR) kannst du von deinem Arbeitgeber jederzeit ein Zeugnis verlangen, während der Anstellung als Zwischenzeugnis oder am Ende. Die FAQ des SECO zum Arbeitszeugnis erklären, dass es wahr und wohlwollend formuliert sein muss und dass verschlüsselte Formulierungen nicht erlaubt sind. Statt eines vollständigen Zeugnisses kannst du auch eine einfache Arbeitsbestätigung mit Funktion und Dauer verlangen.
Betreibungs- und Strafregisterauszug
Manche Arbeitgeber wollen zwei amtliche Auszüge sehen. Raiffeisen als Bank verlangt einen Betreibungsregisterauszug und einen Strafregisterauszug und lässt dich beide nach der Unterschrift nachreichen. Beide sind günstig und schnell zu haben. Der Strafregisterauszug kostet CHF 17 und lässt sich online beim Bundesamt für Justiz oder an jedem Postschalter bestellen. Den Betreibungsregisterauszug stellt ein Betreibungsamt aus: In Basel-Stadt zum Beispiel kostet er CHF 17, mit Versand CHF 18, und Online-Bestellungen werden an Werktagen innert 48 Stunden bearbeitet.
Bei Stellen mit Zugang zu sensiblen Systemen des Bundes kommt noch mehr dazu. Wer bei einer Firma arbeitet, die für die Bundesverwaltung oder die Armee sicherheitsempfindliche Aufgaben übernimmt, braucht eine Personensicherheitsprüfung, und dafür ist seine schriftliche Einwilligung nötig. Laut der Seite der Fachstelle für Personensicherheitsprüfungen für Unternehmen dauert eine Grundsicherheitsprüfung in der Regel bis zu einem Monat, eine erweiterte Prüfung ohne Befragung zwei Monate und mit Befragung vier Monate. Dazu kommen mindestens zwei Monate, wenn du in den letzten fünf Jahren mehr als drei Monate am Stück im Ausland gelebt hast, und das betrifft viele Zugezogene. Erwähnt das Inserat eine Sicherheitsprüfung, frag nach, wie sie zu deinem Startdatum passt.
Angebot, Vertrag und Kündigungsfrist
Das Angebot kommt meist zuerst per Telefon. Galaxus ruft dich nach den Interviews an, PostFinance sagt telefonisch zu, bestätigt per E-Mail und schickt den Vertrag in den Tagen danach. Raiffeisen bespricht die Details am Telefon und bittet dich, den unterschriebenen Vertrag innerhalb einer Arbeitswoche zurückzuschicken. Lies ihn in dieser Woche genau: Probezeit, Kündigungsfristen, allfällige Klauseln zu eigenen Projekten.
Danach entscheidet der alte Vertrag, wann du anfangen kannst. Von Gesetzes wegen gilt, wie die FAQ des SECO zur Kündigung erklären, im ersten Dienstjahr eine Kündigungsfrist von einem Monat, im zweiten bis neunten Dienstjahr von zwei Monaten und ab dem zehnten Dienstjahr von drei Monaten, jeweils auf das Ende eines Monats. Ein schriftlicher Vertrag kann andere Fristen festlegen, und viele Verträge für Entwickler tun das. Massgebend ist der Tag, an dem deine Kündigung beim Arbeitgeber eintrifft, nicht der Tag, an dem du sie abschickst.

Darum zählt am Ende des Verfahrens das Timing. Kommt dein Angebot in den letzten Tagen eines Monats, verschiebt eine Kündigung, die einen Tag zu spät eintrifft, deinen Start um einen ganzen Monat. Wenn ihr ein Startdatum abmacht, nenn das Datum, an dem deine Kündigungsfrist tatsächlich endet, und keine Schätzung.
Auch die Probezeit an der neuen Stelle ist zu deinem Vorteil. Sofern der Vertrag nichts anderes sagt, gilt der erste Monat als Probezeit, und sie lässt sich schriftlich auf höchstens drei Monate verlängern. Während der Probezeit können beide Seiten den Vertrag mit einer Frist von sieben Kalendertagen kündigen.
Brauchst du als Person aus einem Staat ausserhalb der EU und EFTA eine Arbeitsbewilligung, liegt zwischen Unterschrift und Start noch ein Schritt. Dein Arbeitgeber muss sie beantragen, und dein Startdatum wartet auf den Entscheid. Wie das läuft, erklären wir in unserem Ratgeber zur Schweizer Arbeitsbewilligung für Entwickler aus Drittstaaten.
Vor deinem ersten Telefonat mit dem Recruiter
Nutze das erste Telefonat, um den Ablauf schriftlich zu bekommen. Frag, wie viele Runden es gibt und wie lange jede dauert, ob eine Coding-Challenge oder ein Fachinterview dazugehört und wen du triffst. Frag, wann sie Referenzen einholen wollen, und sag, welche deiner Arbeitgeber sie wann kontaktieren dürfen. Gibt es einen Probeeinsatz, frag, ob er bezahlt ist. Und nenn deine Kündigungsfrist früh, denn sie prägt ihre Planung genauso wie deine.
Leg dir deine Lohnvorstellung zurecht, bevor die Lohnfrage kommt. Unser Beitrag zu den Löhnen von Softwareentwicklern in der Schweiz zeigt, was Entwickler nach Rolle und Region verdienen. Und wenn du eine Stelle als Freelancer gegen eine Festanstellung abwägst, erklärt unser Ratgeber zum Freelancing als Entwickler, worauf es dabei ankommt.
Offene Entwicklerjobs in Bern und Zürich
Auf seiner Schweizer Karriereseite heisst Zühlke dich in seinen Büros in Zürich und Bern willkommen, und für beide Städte findest du Entwicklerstellen auf unseren Jobbörsen.
Häufige Fragen
- Darf der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch nach meinem aktuellen Lohn fragen?
- Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zählt das Einkommen zu den Themen, nach denen ein Arbeitgeber nur fragen darf, wenn die Stelle es besonders rechtfertigt, genau wie Schulden, Krankheiten und Schwangerschaft. In der Praxis kannst du stattdessen sagen, was du erwartest. Nach deiner Lohnvorstellung fragen die meisten Arbeitgeber ohnehin, und diese Frage ist völlig normal.
- Was passiert mit meinen Bewerbungsunterlagen nach einer Absage?
- Der Arbeitgeber muss sie zurückschicken oder Kopien vernichten, ausser er hat einen Grund, sie zu behalten. Laut dem Datenschutzbeauftragten des Bundes dürfen Bewerbungsdaten bis zu drei Monate nach der Absage aufbewahrt werden, damit sich die Firma gegen eine Klage wegen Diskriminierung wehren kann. Mit deiner Einwilligung darf sie die Unterlagen für eine spätere Stelle länger behalten.
- Wie erkenne ich einen Fake-Recruiter?
- Prüf die Absenderdomain und den Kanal. Nexthink zum Beispiel hält fest, dass seine Recruiter nur von den eigenen E-Mail-Domains aus schreiben, nie ein Angebot per SMS oder Messenger machen und nie eine Gebühr verlangen. Ein echter Schweizer Arbeitgeber lässt dich für eine Bewerbung nicht bezahlen, und ein Angebot ganz ohne Gespräch ist ein Warnsignal.
- Bekomme ich nach einer Absage ein Feedback?
- Manche Arbeitgeber versprechen es. Swisscom sagt, du bekommst in jedem Fall ein direktes, nachvollziehbares und konstruktives Feedback, und die SBB gibt zum Onlineassessment ein ausführliches Feedback. Andere schreiben nichts dazu. Frag den Recruiter deshalb gleich beim ersten Telefonat, ob ein Feedback zum Verfahren gehört.
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